BIG Lambrecht 1 spielt 4:4 Unentschieden bei Red Lion Ludwigshafen 1

> Ludwigshafen (afb). Am ersten Spieltag im neuen Jahr reiste die 1. Mannschaft aus Lambrecht nach Ludwigshafen zum Spitzenspiel und richtungweisenden Duell an der Tabellenspitze gegen den ärgsten Verfolger Red Lion Ludwigshafen 1! Doch mit dem 4:4 Unentschieden konnte keines der beiden Teams großen Profit schlagen, stattdessen rückten die Verfolger etwas näher an das Führungsduo heran. Da die BIG allerdings weiterhin mit einem Punkt Erster bleibt, zudem noch ein Spiel weniger hat und fast ausschließlich über den gesamten Spieltag einem Rückstand hinterher lief, darf sich das Lambrechter Quartett durchaus als moralischer Sieger fühlen!

Viele erwarteten im Vorfeld dieses Matches eine enge Angelegenheit und sie alle sollten Recht behalten, denn es entwickelte sich bis zur letzten Partie ein dramatisches Kräftemessen auf Messers Schneide. Jedem war aber auch klar, dass ein Sieg der Lambrechter vielleicht schon eine Vorentscheidung im Titelkampf wäre und womöglich aus genau diesem Grund schaffte es kein Akteur des alten und neuen Tabellenführers an seine Leistungsgrenze zu gehen, man hatte teilweise sogar den Eindruck sie würden gehemmt und mit angezogener Handbremse agieren!

Erneut machte das Team aus Lambrecht kein Geheimnis um seine Aufstellung und so traten sie in gewohnter und bewährter Formation mit Andreas Daniel im 14.1e, Andreas Bachtler im 8-Ball, Marco Schanz im 10-Ball und Rouven Schowalter im 9-Ball an. Der bereits angesprochene dauerhafte Rückstand begann mit der 6:8 Niederlage von Marco in seiner 10-Ball Partie gegen Manuel Radu. In Windeseile lag der Lambrechter mit 0:6 hinten, ein Resultat aus eigenen Fehlern aber auch gutem Spiel seines Kontrahenten. Und als dieser dann, wohl im Gefühl des sicheren Sieges, etwas nach ließ und seinerseits ein paar Fehler einstreute kämpfte sich Marco zurück in das Match und konnte auf 3:6, wenig später sogar auf 6:7 herankommen. Doch als er gerade wieder Morgenluft zu schnuppern schien gelang seinem Gegenüber eine Aus-Partie und die Aufholjagd des Lambrechter wurde nicht belohnt! Im 8-Ball bekam es Andy B. mit Birtan Canöz zu tun und musste ebenfalls von Beginn an einem Rückstand hinterher laufen, was hauptsächlich auf die deutlichen Breakvorteile seines Gegners zurückzuführen war. Der Lambrechter Youngster gab sich jedoch nie geschlagen und erholte sich von einem anfänglichen 1:3 sowie einem späteren 3:6 Rückstand als er wieder auf 5:6 verkürzte. Doch als sein Gegner erfolgreich breakte und keine großen Probleme auf dem Tisch zu erkennen waren sah Andy B. bereits wie der sichere Verlierer aus, ehe sein Kontrahent die entscheidende Acht im Loch liegen ließ. Allerdings blockierte sie somit auch eine andere Kugel und der Lambrechter war gezwungen auf seinen letzten Ball eine schwierige Punktstellung zu spielen, die ihm leider etwas zu fest geriet und damit nicht gerade einfach zu versenken war. Es folgte der zweite Schussfehler von Andy B. in diesem Satz, denn die Kugel blieb ebenfalls genau im Tascheneinlauf liegen, womit seine 5:7 Niederlage besiegelt war! Kurioserweise seine bisher höchste Saisonniederlage, da er bislang dreimal immer nur mit einem 6:7 den Tisch als Verlierer verließ. Ein 0:2 Rückstand war ein bis dato völlig neues Gefühl für die BIG in dieser Saison umso besser und wichtiger war es, dass Rouven wenig später in seinem 9-Ball gegen Jürgen Saltarello den Anschluss schaffte. Ihm selbst fehlten dabei nach der Partie aber die Worte und er fragte sich wie so eine unterdurchschnittliche Leistung noch zum Sieg reichen konnte. Während er nach einer 3:0 Führung im Anschluss in einigen Situationen das Pech auf seiner Seite hatte sah sich der Lambrechter Linkshänder wenig später mit 3:6 im Hintertreffen. Er konnte sich jedoch wieder herankämpfen und bis zum Stand von 8:8 blieb alles sehr eng und ausgeglichen. Beim Hill-Hill traute dann keiner der Anwesenden seinen Augen als Rouvens Gegner, den sicheren Sieg vor Augen, eine einfache Acht im Loch liegen ließ und somit dem Lambrechter den Sieg quasi auf dem Silbertablett servierte und dieser nahm das Geschenk natürlich gerne zum 9:8 Sieg an! Nun lag es also an Andy D. sein Team mit einem 2:2 in die Halbzeit zu bringen, doch er hatte in seinem 14.1e gegen Markus Krämer einen zähen Gegner und die beiden lieferten sich vom Start weg ein enges Match, bei dem beide Akteure mit jeweils kleineren Serien sofort gut im Spiel waren. Zweimal haderte der Lambrechter dann allerdings mit einem schlechten Ballkontakt und so schien er zunächst ein wenig ins Hintertreffen zu gelangen. Doch durch gutes Safespiel übernahm Andy D. wiederum das Kommando und schaffte es, trotz der bis zum Schluss großen Gegenwehr seines Kontrahenten, seinen leichten Vorsprung mit 125:103 in der 16. Aufnahme kontrolliert ins Ziel zu bringen! Mit einem 2:2 Unentschieden ging es also in die Rückrunde und beide Mannschaften konnten sich noch berechtigte Hoffnungen auf den Sieg machen.

Deshalb änderte die BIG auch nichts an ihrer gewohnten Aufstellung und so spielte Andy B. 14.1e, Rouven 8-Ball, Andy D. 10-Ball und Marco 9-Ball. Erneut war es Marco, der als Erster mit seiner Partie fertig war und leider auch zum zweiten Mal an diesem Tag den Tisch als Verlierer verlassen musste. In seinem ohne große Höhepunkte gespicktem 9-Ball gegen Markus Krämer spielten beide Akteure nicht gerade groß auf und nach einem 3:6 Rückstand kam der Lambrechter noch einmal auf 6:6 heran. Von da an konnte er seinem Gegner aber nicht mehr weiter zusetzen und da dieser in einer Situation dann auch noch das Quäntchen Glück auf seiner Seite hatte, musste sich Marco letzten Endes mit 6:9 geschlagen geben! Wenig später sollte es zu einem Novum kommen, denn Andy D. verlor nach 13 (!) Siegen in dieser Saison zum allerersten Mal ein Match beim 6:8 im 10-Ball gegen Birtan Canöz. Beide Spieler begannen zunächst schlecht, aber dem Lambrechter reichte es immerhin zu einer 3:1 Führung. Nach einem Time-Out kam sein Gegner jedoch besser in die Partie, während Andy D. weiterhin mit ungewohnten und leichten Schussfehlern zu kämpfen hatte, weshalb seine erste Saisonniederlage auch nicht gerade unverdient war! 2:4 hieß es also aus Lambrechter Sicht und auch bei Rouven im 8-Ball gegen Jürgen Saltarello sah es zu diesem Zeitpunkt nicht gerade gut aus. Gegen denselben Gegner wie aus der Vorrunde zeigten beide Akteure eine spielerisch besser Leistung, wobei der Lambrechter Linkshänder ständig leicht in Führung lag ohne sich dabei deutlich absetzen zu können bis es schließlich 5:5 stand. Zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt geriet Rouven dann zum ersten Mal in diesem Satz mit 5:6 in Rückstand und sah, wie schon zuvor im 9-Ball, bereits wie der sichere Verlierer aus, als seinem Kontrahenten plötzlich ein weiteres Mal die Nerven versagten und er die Acht verschoss woraufhin der Lambrechter zum 6:6 ausgleichen konnte. Und als wäre es ein Déjà-vu hatte sein Gegner auch im letzten Spiel noch einmal die Möglichkeit die Partie zu seinen Gunsten zu entscheiden, doch als wollte er an diesem Tag einfach nicht gewinnen verschoss er erneut die Acht und Rouven ließ sich diese Einladung natürlich nicht entgehen und lochte Ball für Ball zum 7:6 Erfolg. Nun lag es also an Andy B. in seinem 14.1e gegen Manuel Radu doch noch das wichtige Remis für sein Team zu retten und er sollte seine Mannschaft ein weiteres Mal nicht im Stich lassen! Nach einem anfänglich sehr zähen Spiel, bei dem keiner der beiden Spieler so richtig ins Match fand und schier um jeden Ball kämpfen musste war es schließlich der Lambrechter Younster, der sich mit drei kleineren Serien von seinem Gegner absetzen konnte. Als dann das „8-Ball Drama“ vom Nebentisch beendet war und klar wurde welche Bedeutung über Unentschieden oder Niederlage aus Lambrechter Sicht das Match auf einmal noch haben würde, gingen beide Kontrahenten noch einmal äußerst konzentriert zur Sache. Doch der sich bis dato angesammelte Vorsprung von Andy B. erwies sich als ausreichend und so konnte er nach 22 Aufnahmen die Faust zum 125:80 Sieg ballen, so gesehen noch das deutlichste Ergebnis an diesem Tag. Damit sicherte der Lambrechter nicht nur den wichtigen Punktgewinn für die BIG, sondern schraubte zugleich die beeindruckende 14.1e-Quote seines Teams auf nunmehr 14 Siege aus 14 Partien nach oben. Beide Andys haben somit alle ihre sieben 14.1e-Matches in dieser Saison gewonnen und thronen in dieser Statistik weiter unangefochten an der Spitze der Oberliga!

Kein Sieger also am Ende im Spitzenspiel der beiden einzig noch ungeschlagenen Mannschaften in der Liga, aber jede Menge knappe und dramatische Spiele. Und während bei den Gegnern aus Ludwigshafen ungläubiges Entsetzen über den verpassten Sieg herrschte, konnte man auf Seiten der BIG aufgrund des Spielverlaufes und der Tatsache, dass an diesem Tag keiner im Team im Stande war seine normale Leistung abzurufen, sicherlich zufrieden sein mit dem 4:4 Unentschieden. Es bleibt festzuhalten, dass der Vorsprung an der Tabellenspitze weiterhin einen Punkt beträgt und vor allem dass es alles andere als leicht ist das Lambrechter Quartett zu besiegen, selbst wenn wie an diesem Spieltag die komplette Mannschaftsleistung nicht besonders gut war. Bereits am nächsten Sonntag geht es im heimischen Billardcafé „Zum Alten Theater“ in Lambrecht zum letzten Vorrundenspiel gegen den VfB Neuwied 1 und dann wird auch wieder die Tabelle gerade gerückt, denn da die Verfolger aus Ludwigshafen dann spielfrei haben, kann und will die BIG ihre Tabellenführung auf vier Punkte ausbauen!

RSS 2.0 RSS 2.0