| 31. Mai 2011
BIG Lambrecht 1 gewinnt mit 5:3 gegen Red Lion Ludwigshafen 1
> Lambrecht (afb). Mit dem achten Heimsieg im achten Heimspiel veredelte die 1. Mannschaft aus Lambrecht ihre Meistersaison und belegte noch einmal ihre Vormachtstellung in der Oberliga! Durch den 5:3 Erfolg über den lange Zeit ärgsten Verfolger von Red Lion Ludwigshafen 1, die die Saison nun als Dritter beenden werden, krönte die BIG ihre perfekte Heimbilanz, welche sicherlich das Fundament für die Meisterschaft und den Aufstieg in die Regionalliga Süd-West war.Da es bereits vor Beginn der Partie um nicht mehr allzu viel ging, stellte sich schnell eine lockere und freundliche Atmosphäre zwischen den beiden Mannschaften ein, die jedoch nicht dafür sorgte dass keine Höchstleistungen an diesem Tag vollbracht werden sollten, doch dazu später mehr. Und da die Lambrechter Jungs beim damaligen Spitzenspiel in der Hinrunde und dem 4:4 Unentschieden mit mehr als nur einem blauen Auge davongekommen sind, waren sie gewillt es nun in der heimischen Festung „Zum Alten Theater“ besser zu machen!
Da auch die 2. Mannschaft ein Heimspiel hatte wurde die Partie auf drei Tischen in Angriff genommen und als kleine taktische Überraschung stellte der designierte Meister überhaupt erst zum zweiten Mal in dieser Saison seine Aufstellung um und so agierte in der Vorrunde Andreas Bachtler im 14.1e, Rouven Schowalter im 8-Ball, Andreas Daniel im 10-Ball und Marco Schanz im 9-Ball. Dabei zeigte Andy D. in seinem 10-Ball gegen Manuel Radu einen guten Satz, der ab der 4:0 Führung zu einem perfekten Satz wurde. Denn von da an spielte der Lambrechter absolut fehlerfrei und man hatte ab und an den Eindruck als würde sein Gegner aufgrund dieser Dominanz teilweise etwas resignieren und dementsprechend zufrieden war Andy D. mit seiner Leistung und dem deutlichen 8:1 Erfolg. Das 8-Ball zwischen Rouven und Birtan Canöz entwickelte sich zu einem starken Satz von beiden Akteuren. Wenn man davon absieht dass beide ein- bis zweimal schlecht breakten waren grobe Fehler im Spiel eigentlich Mangelware und so konnte sich bis zum 6:6 keiner vom anderen absetzen. Beim Hill-Hill musste der Lambrechter Linkshänder dann allerdings hilflos mit ansehen wie sein Kontrahent das Recht des letzten Breaks erfolgreich nutzen konnte und die Partie zum 7:6 ausschoss. Doch schon wenig später ging die BIG durch den relativ sicheren 9:3 Sieg von Marco im 9-Ball gegen Markus Krämer erneut in Führung. Ab dem 3:2 konnte sich der Lambrechter stetig weiter absetzen und wurde dabei von einigen glücklichen Bällen zwischendurch begünstigt, die es seinem Gegenüber fast unmöglich machten sich gegen die deutliche Niederlage zu wehren! Das 14.1e zwischen Andy B. und Hagen Goronczy entwickelte sich zu einem sehr zähen Match, bei dem kein Spieler für Glanzpunkte sorgen konnte. Dennoch war es der Lambrechter Youngster, der sich von Beginn an eine Führung erspielen konnte und diese, wie schon gesagt ohne nennenswerte Höhepunkte, bis zum Schluss auch halten konnte. Sein 125:99 Sieg in der 20. Aufnahme war gleichbedeutend mit der wichtigen 3:1 Halbzeitführung.
Umgekehrt zur eigentlich üblichen Aufstellung ging die BIG in der Rückrunde mit Andy D. im 14.1e, Andy B. im 8-Ball, Marco im 10-Ball und Rouven im 9-Ball an den Start. Der bereits angekündigte Höhepunkt des Spieltags, ja wahrscheinlich sogar der ganzen Saison, ereignete sich im 14.1e zwischen Andy D. und Markus Krämer. Als hätte der Lambrechter nicht ohnehin schon eine absolut beeindruckende Saison hinter sich zeigte er beim 125:27 Erfolg in der 3. (!!!) Aufnahme sein Meisterstück und wer weiß was möglich gewesen wäre, wenn er seine zwei doch vermeidbaren Schussfehler nicht eingestreut hätte. Aber nichts desto trotz waren seine Serien von 65 und abschließend 44 Bällen höchst beeindruckend und ein Genuss für jeden Zuschauer! Mit dieser Galavorstellung brachte er seinem Team nicht nur die 4:1 Führung und seiner Statistik einen weiteren Sieg, sondern setzte wenige Tage vor der Landesmeisterschaft im 14.1e auch ein dickes Ausrufezeichen in Richtung der Konkurrenz. Im 9-Ball traf Rouven auf Manuel Radu und konnte dabei zu Beginn nicht an seine guten Auftritte aus der Hinrunde und den vorhergegangenen Partien anknüpfen. Zeitweise leisteten sich beide Akteure üble Fehler bis Rouvens Gegner besser ins Spiel kam und die Schwächen des Lambrechter Linkshänder zu einer 7:3 und kurze Zeit später 8:4 Führung nutzen konnte. Als das Match bereits entschieden schien setzte Rouven zur großen Aufholjagd an und kam durch fehlerloses Agieren bis auf 7:8 heran, doch dann endete sein Comeback jäh in dem er eine einfache Neun zum möglichen 8:8 verfehlte und somit seinem Kontrahenten den Weg zum 9:7 Sieg ebnete. Marco hatte es im 10-Ball mit Birtan Canöz zu tun und obwohl sein Gegner den stärkeren Eindruck machte schaffte es der Lambrechter immer leicht in Führung zu liegen. Beim Stand von 7:5 hatte er gar die große Möglichkeit mit einer Kombination zum Sieg, doch er verfehlte und wenig später stand es 7:7. Beim Hill-Hill flatterten dann beiden Spielern noch einmal die Nerven als sie jeweils die Zehn verschossen und Marco somit letztendlich mit 7:8 das Nachsehen hatte. Und prompt war es durch den 4:3 Zwischenstand noch einmal spannend und alle Blicke richteten sich auf das 8-Ball zwischen Andy B. und Hagen Goronczy. Doch zu sehen gab es in diesem Spiel außer etlichen Fehlern und meist schwachen Breaks nicht sonderlich viel. Ähnlich wie zuvor im 14.1e boten beide Akteure keine gute Leistung und das Match lebte ausschließlich von der Spannung. So vermochte es auch niemand sich abzusetzen, ehe es dem Lambrechter Youngster durch Willenskraft gelang beim 4:5 gegen ihn drei Spiele in Folge zum 7:5 Erfolg zu gewinnen und damit seinem Team den 5:3 Heimsieg zu bescheren!
An eine perfekte Heimbilanz hätte vor der Saison wohl keiner gewagt zu denken, doch nun ist sie Realität geworden und ein weiterer Meilenstein, den es zu feiern gilt. Bevor die BIG jedoch zum Abschluss dieser tollen Saison in drei Wochen die Reise zum VfB Neuwied 1 antritt stehen zuvor noch die Landesmeisterschaften in den Disziplinen 14.1e und 9-Ball in Ludwigshafen an, bei denen das Lambrechter Quartett sicherlich auch ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitreden möchte. Man darf also gespannt sein ob nach dem großen Mannschaftserfolg auch noch einer der begehrten Einzeltitel nach Lambrecht geht. Dies wäre auf alle Fälle das i-Tüpfelchen auf eine herausragende Saison, wobei auch jetzt schon die Vorfreude auf die Regionalliga Süd-West überwiegt!