| 16. September 2009
2. Spieltag Regionalliga Süd-West - VfF Bad Kreuznach vs. BIG Lambrecht
Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Ein mehr als bekanntes Sprichwort.
Gut erholt fuhr man nach Walldorf ins Clubheim der Astoria. Dort sollte das Spiel gegen Bad Kreuznach stattfinden, da sich deren Spielstätte in einer Umbauphase befand. Ein Stell-Dich-Ein der besten rheinland-pfälzischen Spieler auf neutralem Boden. Besser hätten die Voraussetzungen für so einen Spieltag nicht sein können.
Auf der Fahrt zum Spielort wurde heftigst über die Aufstellung diskutiert. Vor allem wollte man das Dauerergebnis Unentschieden meiden.
Dort angekommen war man sich einig und stellte dieses Mal nicht AndyD auf das erste 14/1e, da man davon ausging, dass die gegnerische Mannschaft ihren Shootingstar wie beim letzten Aufeinandertreffen erst in der Rückrunde 14/1e spielen ließ. Wieder einmal hieß es, erstens kommt es anders, …
Dennoch versprach die Aufstellung viel versprechende Partien. So kam es im ersten 14/1e zum Duell Rouven gegen Frank Forster, im 8-Ball AndiB gegen Andre Stzralka, im 9-Ball AndyD gegen Eugene Dunlop und im 10-Ball Kapitän Adi gegen Thorsten Schütz.
Rouven erwischte einen schlechten Start und Fossi spielte wie immer stabil. Rouven bekam zwar 5-mal eine Chance ins Spielgeschehen einzugreifen, aber frühzeitige Fehler bremsten den Lambrechter und so ging das 14/1e 125 zu 20 an Bad Kreuznach.
AndiB, voller Selbstvertrauen durch den gestrigen Satz, überrollte er seinen Gegner förmlich mit einigen An-/Aus Partien. Ein weiterer Pluspunkt war auch, dass Andre während diesem Satz komplett neben sich stand und 8-Ball auch so gespielt hat, wie man es nicht spielen darf. Entweder den letzten oder vorletzten Ball zu verschießen ist in dieser Liga die Einleitung zur sicheren Niederlage. Dies nutzte AndiB konsequent und spielte seinen Part nahezu fehlerfrei runter. Verdienter Endstand somit 7 zu 2 für Lambrecht und das 1 zu 1 in der Teamwertung.
Im 9-Ball Satz zwischen AndyD und Eugene Dunlop knüpfte der Lambrechter nahtlos an die Leistungen der letzten Saison an. Er war von Anfang an Herr der Lage und mit 5 An-/Aus- Partien dominierte er seinen Gegner und fuhr einen ungefährdeten Sieg 9 zu 3 ein.
Das 10-Ball entwickelte sich zu einem zähen Satz zwischen den beiden Kontrahenten Adi und Torsten Schütz. Es wurden sehr viele Safeduelle gespielt, die Adi leider fast alle verlor. Das auch nicht optimale Break erwies sich nicht als ausschlaggebend. Beide Akteure waren sichtlich froh, dass die Partie endlich vorbei war, allerdings aus Lambrechter Sicht mit dem unerfreulichen Ergebnis von 4 zu 8.
In der Rückrunde kam es zu den Partien AndiB gegen Eugene Dunlop im 14/1e, das 8-Ball bestritt AndyD gegen Torsten Schütz, das 9-Ball wurde ausgetragen von Adi gegen Frank Forster und im 10-Ball spielten Rouven gegen Andre Strzalka.
AndyD legte gleich los wie er im vorherigen Satz aufgehört hatte und ging 3 zu 1 in Führung. Ab hier allerdings schlich sich in den nächsten vier Spielen immer ein Fehler ein, so dass Thorsten Schütz mit 5 zu 3 in Führung ging. Dann war es der Kreuznacher, der einen Fehler machte und AndyD schoss diese Partie und die nächste zum 5 beide aus. Danach kam der Lambrechter aber mit 5 zu 6 ins hintertreffen. Das nächste Spiel wurde dann wieder zugunsten Lambrechts beendet und es kam zum Hill-Hill-Match. Hier begann Thorsten mit einem Breakfoul, jedoch verschoss AndyD den letzten Ball und es entwickelte sich eine Safeschlacht. Zum Entsetzen machte der Lambrechter ein Foul. Doch hier kam Thorsten beim zweiten Ball ins straucheln, entschied sich für eine andere Reihenfolge und vergab. AndyD lochte den letzten Ball über Bande und löste gleichzeitig die 8, die er dann zum Sieg einlochte. Allem in allem ein sehr glücklicher Satzgewinn.
Auf den anderen Tischen waren zu diesem Zeitpunkt alle anderen Partien außer das 14/1e schon beendet.
Adi lag im 9-Ball gegen Frank Forster bis zum 6 zu 6 immer ein klein wenig in Front. Allerdings hatte der Lambrechter Kapitän sehr mit dem Tempo des Tisches zu kämpfen und so wurden wieder einmal sehr viele Safes gespielt, die Adi meist als Gewinner und zusätzlich mit Ball in Hand für sich entscheiden konnte. Nun wurden die Safes von Adi nicht mehr so gut gespielt und der Frank zog davon und beendete den Satz mit 9 zu 6.
Auf dem Nachbartisch ereilte Rouven ein De-javue. Wie am Vortag ging es bis zum 5 zu 5 hin und her und keiner der beiden konnte sich absetzen. Hier kam es dann zu einem Breakfoul des Lambrechters wo gleichzeitig vier weitere Bälle den Weg in die Löcher fanden. Andre ging so 6 zu 5 in Führung. Auch hier waren es dann die Safeduelle, die den Satz entschieden. Das bessere Ende war einfach beim Kreuznacher und dieser konnte den Satz dann mit 8 zu 5 gewinnen. Nach dem Satz war Rouven doch etwas niedergeschlagen und er gelobte Besserung.
Zu diesem Zeitpunkt hieß der Zwischenstand nun 3 zu 4 aus Lambrechter Sicht. Zum Schrecken aller lag der Youngster zudem noch mit über 50 Bällen im Rückstand. Es schien sich die erste Niederlage gegen Bad Kreuznach abzusehen. Aber der Youngster behielt ein weiteres Mal die Nerven und drehte diese aussichtslose Situation in nur 4 Aufnahmen und rettete hiermit das Quartett vor der zweiten Niederlage im zweiten Spiel der Saison mit dem Ergebnis 125 zu 109.
Man war sich auf der Heimreise einig, dass dieser Punkt diesmal eher glücklich war und machte schon die ersten Scherze, auf das Rückspiel zu verzichten und gleich ein 4 zu 4 einzutragen. Nach nunmehr drei Aufeinandertreffen dieser zwei Spitzenmannschaften aus Rheinland-Pfalz ging jede Begegnung unentschieden aus. Wird man im Rückspiel auch wieder ein Unentschieden spielen, oder kann dann die Überschrift wieder lauten:
„Erstens kommt es anders,…“ ?