5. Spieltag Regionalliga Süd-West - BIG Lambrecht vs. PB Feuerbach
Der fünfte Spieltag war es, an dem die Jungs aus Lambrecht angefangen haben am Erfolg zu schnuppern. Auch, und das ist einmal mehr erstaunlich, durch die Abwesenheit von AndyD, wollten die Jungs endlich den schon längst verdienten Dreier holen. Gegen den letztjährigen Absteiger aus der 2.Bundesliga, dem PB Feuerbach, wollten die Aufsteiger aus der Rheinland-Pfalz-Liga endlich aus dem Tabellenkeller raus klettern. Es war alles drin, ein Sieg, ein Unentschieden, aber letzten Endes sollte es wieder eine sehr schmerzhafte Niederlage werden…

Da AndyD privat verhindert war, bekam der Lambrechter Neuzugang Marco Schanz direkt die Chance sich in der 1. Mannschaft zu behaupten. Der Kapitän Thomas Andries reagierte sehr gut und stellte einfach Rouven auf die sonst für AndyD typischen Spiele und Marco auf die von Rouven.
So ergab sich in der Vorrunde Rouven gegen Thomas Schubert im 14/1e, Adi im 8-Ball gegen Robert Schwarz, im 9-Ball spielten AndiB gegen Rüdiger Bauer und Marco gegen Jochen Sannwald im 10-Ball.
Rouven begann das 14/1e sehr stark und konnte einige Safeduelle gewinnen und bis zum 80 beide das Spiel auf beide Seiten hin offen gestalten. Thomas Schubert, ein sehr erfahrener und guter 14/1e-Spieler musste aber bei diesem Stand mit anschauen, wie sich der Lambrechter Linkshänder mit einer 41er Serie absetzen konnte. Hier bekam Thomas noch einmal eine Chance, konnte diese aber nicht nutzen und so beendete Rouven in der 11. Aufnahme eine sehr gute Partie und der erste Punkt für Lambrecht war sicher.
Der Kapitän Adi hatte mit Robert Schwarz einen frisch motivierten von der Deutschen Meisterschaft heim gekommenen Gegner. Dies spiegelte sich dann auch im Ergebnis wieder.

Der Lambrechter Youngster spielte im 9-Ball gegen Rüdiger Bauer ein weiteres Mal konsequentes Billard. Die Safeduelle gingen meist an ihn, sowie auch sein starkes Break an diesem Tag waren dafür verantwortlich, dass er mit 9 zu 7 die Oberhand behielt und die erneute Lambrechter Führung zum 2 zu 1 Zwischenstand holte.
Alle waren darauf gespannt, wie Marco bei seinem ersten Einsatz agieren wird. Eine „neue“ Liga, eine „neue“ Disziplin und dann noch gegen einen sehr starken und erfahrenen Jochen Sannwald mit mehreren Jahren Erfahrung aus der 2. Bundesliga. Aber Marco ist halt einfach Marco. Er zeigte Pool vom feinsten und spielte mit seinem Gegner mit. Ein Satz der an Spannung kaum noch zu toppen ist, entwickelte sich zwischen beiden Akteuren. Bei solchen Sätzen kommt es halt irgendwie immer so, wie es kommen muss, zum Hill- Hill- Match beim Stand von 7 zu 7.

In der Rückrunde ergab sich im 14/1e eine Neuauflage eines Spiels der diesjährigen Deutschen Meisterschaften. AndiB traf auf Robert Schwarz. Das 8-Ball spielte Marco gegen Rüdiger Bauer, das 9-Ball Rouven gegen Jochen Sannwald und Adi traf im 10-Ball auf Thomas Schubert.
Auf der Deutschen Meisterschaft konnte der Lambrechter Youngster das Duell für sich entscheiden und man war gespannt, ob es Robert diesmal gelingen wird, sich durchzusetzen. Die nackten Zahlen dieser Partie aus Lambrechter Sicht lauteten zum Schluss 125 zu 110 oder in Höchstserien ausgedrückt 28 zu 26. Eben genau diese Ergebnisse spiegeln auch den Spielverlauf wieder. AndiB war einfach immer einen Schritt voraus. Allerdings waren bis zum Lochen des letzten Balles alle anderen Partien schon entschieden. So konnte AndiB mit diesem Sieg nur noch Ergebniskosmetik betreiben.
Im 8-Ball zeigte Marco Herz und kämpfte. Aber es sollte an diesem Spieltag einfach nicht sein. Auch diese Partie verlor er denkbar knapp mit 5 zu 7. Er verlor sie sogar knapper als das schon ohnehin knappe Ergebnis vermuten lässt. Egal ob zuvor das 9-Ball oder jetzt das 8-Ball. Eine von diesen zwei Partien hätte er gewinnen müssen, nein, hätte er verdient gehabt zu gewinnen.
Das 9-Ball zwischen Rouven und Jochen Sannwald ist schnell erzählt. Wenn das eigene Break bei Wechselbreak nicht will, der Gegner bärenstark und vollkommen Lochsicher die Partien beendet und man so wie der sympathische Linkshänder, von Anfang an des Satzes seinem eigenen Rhythmus hinterher läuft, dann kann so ein Satz mal schnell Geschichte sein. Mit 9 zu 2 ließ Jochen dem Lambrechter so gut wie keine Chance und gewann diesen Satz verdienter Weise.
Dann war ja da noch das 10-Ball. Zweimal Thomas am Tisch, zumindest was die Namen der Akteure betrifft. Wirklich am Tisch war hier aber dem Ergebnis zu Folge nur ein Thomas und leider war das nicht der Kapitän der BIG 1 von Lambrecht. Wenn man hier sitzt, nach einem Spieltag und etwas dazu schreiben möchte, dann helfen im Normalfall drei Dinge. Die Ergebnisse, die gemachten Notizen der einzelnen Spieler und eigentlich war man ja auch dabei und hat zumindest am Rande etwas mitbekommen. Aber an diesem Spieltag habe ich gefehlt. Scheinbar hat unser Kapitän auch etwas vermisst, denn anders kann ich mir eine Niederlage zu Null nicht erklären. Hier möchte ich keinesfalls eine Leistung des Gegners schmälern, denn dieser scheint in diesem Satz einfach souverän gespielt zu haben.

Der Endstand der Begegnung 3 zu 5 aus unserer Sicht. Aber zwei sehr knappe Spiele verloren. Es wäre also ein Sieg drin gewesen, aber bei einem 4 zu 4 hätten sich sicherlich beide Teams nicht beschweren können.
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