13. Spieltag Regionalliga Süd-West - PBC Fortuna Bexbach vs. BIG Lambrecht
Da stand das so ziemlich wichtigste Spiel um den Klassenerhalt an und der diesjährige „rote Faden“ der Lambrechter zog sich abermals durch das komplette Spielwochenende. Schon knapp 2 Wochen vorher ereilte die Jungs die erste Hiobsbotschaft. Rouven hat sich die linke Mittelhand gebrochen und konnte daher nicht mitspielen. Rein organisatorisch war dieses WE auch nicht unbedingt eine Glanzleistung.

Aufgrund Rouvens Unfalls wurde gegen Bexbach mit Marco Schanz aus der 2. Mannschaft angetreten. Bei der Aufstellung entschied man sich, Marco auf das erste 14/1e zu stellen. AndiB spielte das erste 8-Ball, AndyD das erste 9-Ball und Kapitän Adi das erste 10-Ball Match.
Marco traf im 14/1 auf Heiko Müller. Der Bexbacher erspielte sich auch sehr schnell eine 45 Ball Führung. Marco jedoch kämpfte weiter und konnte den Rückstand zwischenzeitlich auf 9 Bälle verkürzen. Etwas unglücklich war hier wieder einmal die Tatsache, dass Marco nach 3 Breakbällen keinen Einstiegsball fand um eine höhere Serie zu spielen und um seinen Kontrahent etwas mehr unter Druck setzen zu können. Nach 18 Aufnahmen beendete Heiko das Spiel zum 125 zu 94 Erfolg für Bexbach.
Im ersten 8-Ball traf Andreas Bachtler wie bereits in der Vorrunde auf Thomas Arnold. In einem Satz, in welchem vermutlich die Motivation der Spieler höher war als die Leistung auf dem Tisch, konnte sich kein Spieler absetzen und so verlief der Spielstand im Gleichschritt bis zum 4 zu 4. Aber hier war es dann doch das Break des Lambrechters, das etwas konstanter war und dem Youngster gelang es den Satz ohne weiteren Spielverlust zum Endstand von 7 zu 4 zu beenden.
Das 9-Ball Match bestritt AndyD gegen den jungen David Schmitt. Ein weiteres Mal nahm der 9-Ball Satz des sonst so konstant spielenden Lambrechter kuriose Formen an. Das Break des Bexbachers war einfach erfolgreicher und bei Andreas Daniel dauerte es 3 Breaks, bis die erste Kugel in ein Loch wanderte. Dadurch fand sich AndyD den kompletten Satz im Hintertreffen und zwischenzeitlich wies der Rückstand zu seinem Gegner 3 Spiele auf. Aber man wusste ja, dass man hier gewinnen muss um den Klassenerhalt noch zu schaffen. So gab sich der Lambrechter in keiner Phase des Matches auf und spielte auch soweit möglich auf Angriff. Andreas konnte den Rückstand erst beim Stand von 7 beide egalisieren und ging auch hier zum ersten Mal in Führung. Allerdings verschoss der Lambrechter eine machbare 6 zum Satzgewinn und so musste das letzte Spiel diesen Satz entscheiden. Es war nicht das letzte Spiel, viel schlimmer, es wurde der letzte Ball. Der Bexbacher kontrollierte diese Partie komplett und es schien schon vorbei zu sein. Da verstellte er sich auf die 7, konnte diese noch lochen, legte sich den Spielball zu gerade auf die 8, um problemlos eine Stellung auf die 9 zu spielen. Die Stellung misslang und er legte dem Lambrechter eine Sicherheit ab. AndyD sah sich die Problematik an, wusste, dass er die 9 so nicht lochen kann und hatte nur zwei Optionen. Einen Bänder oder einen sehr dünnen, lang zu spielenden Ball abzulegen. Nach kurzer Überlegungsphase wurde sich für die zweite Variante entschieden, da dieser Ball schwerer war als der Bänder. So wurde dem Bexbacher den Tisch wieder überlassen und es galt zu hoffen, dass ihm dieser schwierige Ball misslang. Genau so kam es dann auch und somit gewann AndyD diesen 9-Ball Satz knapp, aber sicher nicht unverdient, mit 9 zu 8.
Thomas Andries traf im 10-Ball auf Daniel Koblenz. Dieser spielte schon in der Hinrunde einen sehr guten Satz wodurch der Lambrechter Kapitän gleich doppelt gewarnt war. Dementsprechend war auch der Beginn dieser Partie und Adi ging 2 zu 0 in Führung. Aber genau hier ereilte unseren Kapitän einmal mehr der Fehlerteufel. Zu viele vermeidbare Schuss- und Stellungsfehler des Lambrechters ermöglichten es Daniel Koblenz, diesen Satz mit einer mittelmäßigen Leistung noch deutlich mit 8 zu 5 zu gewinnen.
Wieder einmal ein teilte man sich mit der gegnerischen Mannschaft die Punkte in der Vorrunde. Nach kurzer Absprache stellte man dann AndiB auf das 14/1e gegen Thomas Arnold, AndyD traf im 8-Ball auf Heiko Müller, Kapitän Adi traf im 9-Ball erneut auf Daniel Koblenz und Marco traf im 10-Ball auf David Schmidt.
Auf den Deutschen Meisterschaften noch einen 5. Platz im 14/1e erreicht, aber in der Liga bis auf wenige Ausnahmen nie richtig in die Partien gekommen. So und nicht anders muss man die Leistung des Lambrechter Youngster beschreiben. Ein wahrliches Debakel spielte sich in dieser Partie ab. Klar, es war zu später Stunde, viele Gäste, Lärm und etwas schlechte Luft, aber das war es nicht. Irgendwo tief im Herzen macht es einen Stich, wenn man sieht, wie unterschiedlich die Leistung ist. Umso erstaunlicher, wenn es der Gegner dann nicht einmal schafft, ein deutliches Ergebnis zu spielen. Trotz „Debakel“ war AndiB nie raus aus dem Spiel und konnte den Rückstand minimal halten. Als dem Lambrechter zum Schluss dann dreimal die Weiße beim Lösen fiel, konnte Thomas Arnold sich endlich absetzen und die Partie mit 125 zu 87 nach 28 Aufnahmen beenden.
Über das 8-Ball braucht man eigentlich auch nicht viele Worte zu verlieren. Manchmal läuft es beim AndyD eben in dieser Disziplin und manchmal eben nicht. Hier traf dann eher der zweite Fall ein. Zudem ereilte dem Lambrechter ein weiteres Mal in dieser Disziplin die „Dry-Break“-Phase.  Aber man muss dazu sagen, dass dies die Leistung von Heiko Müller nicht schmälern soll, denn dieser hat seine Chancen fast zu 100% genutzt und diesen Satz verdient, auch in der Höhe des Ergebnisses, mit 7 zu 3 gewonnen.
Kapitän Adi spielte im 9-Ball erneut gegen Daniel Koblenz. Hier lief es dann etwas besser für den Lambrechter. Das Zusammenspiel Tuch und Banden war verstanden und die groben Stellungsfehler, die im Match zuvor noch begangen wurden, blieben aus. Diesmal konnte Adi die anfängliche Führung kontinuierlich ausbauen und letztlich den Satz sicher mit 9 zu 5 gewinnen.
Das 10-Ball zwischen Marco Schanz und David Schmidt war irgendwie wie alle Partien an diesem Tag nicht wirklich auf hohem Niveau gespielt worden. Keiner der beiden konnte in irgendeiner Phase der Partie überzeugen und so gewann letztlich der Spieler mit dem längeren Atem, und das war zu unserem Bedauern leider der Bexbacher David. Die Partie endete 8 zu 6.
Es wäre so wichtig im Kampf um den Klassenerhalt gewesen, hier gegen den Mitabstiegskonkurrent zu gewinnen um weiter am Ball zu bleiben. Es mag zwar der Wille da gewesen sein bei den Lambrechter Jungs, aber auf den Tisch gebracht hatte das an diesem Tag niemand…

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