| 07. Oktober 2009
3. Spieltag Regionalliga Süd-West - BSV Tiengen vs. BIG Lambrecht
Die längste Reise des Lambrechter Quartetts war unbestritten dieser Doppelspieltag in Tiengen. 3 Stunden Anreise, dann zuerst gegen Tiengen und direkt im Anschluss gegen Sindelfingen hieß die Zerreißprobe am dritten Spieltag. Diesmal sollte es aber weder die Übermacht des Gegners, noch das Material sein, das den sympathischen Vieren fehlte um endlich einen Sieg zu holen.
Vielmehr war es der Teamgeist, der fehlte. Wenn man so siegesverwöhnt ist, wie diese erste Mannschaft aus den letzten 2 Jahren, dann mag es schnell mal etwas knistern, wenn die Gewohnheit auf sich warten lässt.Angekommen in Tiengen, ruhig und besonnen warm gespielt ging es ein weiteres Mal um die Aufstellung. Diesmal hieß die Variante wieder AndyD im 14/1e, AndiB im 8-Ball, Rouven im 9er und El Capitano im 10-Ball.
So traf AndyD im 14/1e auf einen gut aufgelegten Mike Rüffert, der eine Bilanz von 4 zu 0 spielen aus dem ersten Spielwochenende vorweisen konnte. Und so ging es auch gleich los und nach 4 Aufnahmen lag der Lambrechter mit 30 Bällen im Rückstand. In der fünften Aufnahme gelang AndyD eine Serie von 79 Bällen, die er mit einer Sicherheit beendete. Drei Aufnahmen später war es dann auch schon vorbei und AndyD konnte den 1 zu 0 Führungspunkt für Lambrecht holen.Kurze Zeit später endete allerdings das 9-Ball von Rouven gegen Thomas Rombach mit 2 zu 9 aus Lambrechter Sicht. Nach einem von beiden Seiten schlechten Beginn drehte Rouvens Gegner auf und ging mit 7 zu 1 in Führung. Auch die gravierenden Breakunterschiede beider Kontrahenten ließen dem Lambrechter Linkshänder keine wirkliche Chance zur Gegenwehr.
Dieser 1 zu 1 Zwischenstand hielt aber nur kurz. Es war der Youngster aus Lambrecht, der uns wieder in Führung brachte. Auch sein Gegner, Markus Strauß, bis dato eine blütenweiße Weste mit 4 zu 0 Spielen, wurde von AndiB so weit es bei Wechselbreak möglich ist, zum Zuschauer degradiert. Man kann auch sagen, der Kleine ganz groß. Ohne einen einzigen Schussfehler beendete er den Satz mit dem bestmöglichen Ergebnis von 7 zu 0.
Nun fanden sich die Blicke auf den zweiten Tisch im Raum und es stellte sich sofort eine Erleichterung in den Augen der Lambrechter ein. El Capitano führte zu diesem Zeitpunkt mit 7 zu 4 im 10-Ball. Aber hier passierte es wohl, was anfangs angesprochen wurde. In den nächsten 4 Spielen bekam der Lambrechter jedes Mal eine Chance, aber man kann nur spekulieren was es war, dass Thomas aus seiner Konzentration gerissen hat. Spiel um Spiel holte der Gegner auf und das Endresultat dieses Satzes war ein 7 zu 8 und 2 zu 2.
Obwohl ein Unentschieden aus der Vorrunde normalerweise eine gute Ausgangsposition für die Rückrunde ist, so war es hier vielmehr das Gefühl, die Vorrunde verloren zu haben.
AndiB spielte dann das 14/1e, Adi das 8-Ball, AndyD das 9-Ball und Rouven das 10-Ball.
Den Jungs aus Lambrecht war der innerliche Knick schon in den Augen zu erkennen.
Thomas hatte wohl am meisten noch mit seiner 10-Ball Niederlage zu kämpfen und komplett den Faden verloren. Aber auch hier wollen wir die Leistung des Gegners nicht schmälern. Dieser hat sicher gelocht und ein sauberes Billard gespielt.
Rouvens spielte im 10-Ball gegen Markus Strauß. Dieser spielte vollkommen entfesselt und mit ziemlicher Wut im Bauch von der Niederlage aus der Vorrunde. Der Linkshänder hatte zwar die eine oder andere Chance, war aber am Ende völlig chancenlos. Zu lochsicher agierte hier sein Gegner.
Auch bei AndyD kam es zu einem innerlichen Knick. Der Satz wurde von beiden dennoch auf sehr hohem Niveau gespielt. Aber der Siegeswille des Lambrechters war vor Beginn der Partie schon gebrochen. Mike Rüffert hatte aber gleich zu Beginn das bessere Break und ging 3 zu 0 in Führung, die er zum 8 zu 4 ausbaute. AndyD kam noch einmal auf 7 zu 8 ran, aber eben hier kam das Wechselbreak zum tragen. Mike breakte perfekt, drei Bälle fielen und die Partie lag super offen. Der für Tiengen spielende Akteur ließ sich diese Chance nicht mehr nehmen und gewann mit 9 zu 7.
Auch der Lambrechter Youngster war zu Beginn der Partie etwas frustrierend am Tisch gestanden und wollte es zuerst erzwingen was nicht unbedingt von Vorteil ist. Sein Gegner war zudem durch den vorherigen Sieg gegen Rouven hoch motiviert und setzte sich schnell ab. AndiB kam zwar zum Schluss noch etwas besser ins Spiel, aber zum Sieg hatte es dann nicht mehr gereicht. Somit ging dieses 14/1e mit 125 zu 107 an die Gastgeber.
So verlor man diesen Spieltag mit 2 zu 6. Was noch viel schlimmer war, man musste direkt nach dieser bitteren Niederlage gegen Sindelfingen ran.