9. Spieltag Regionalliga Süd-West - PBSC Pforzheim vs. BIG Lambrecht
Das ist wohl eine Überschrift, die den gesamten bisherigen Saisonverlauf am besten widerspiegelt. Den 9. und 10 Spieltag gegen den Tabellenführer Pforzheim hatte man auf Wunsch des Gegners vor verlegt. Am letzten Wochenende vor den Weihnachtsfeiertagen fand das bisher kurioseste Spielwochenende statt.
Samstag in Pforzheim und Sonntag zu Hause gegen Pforzheim stand auf dem Spielplan. Bei eisigen über -10°C und des ganzen Schnees war man schon sehr froh, unfallfrei angekommen zu sein. Allerdings der angetroffene Zustand schaffte sofort wieder Unmut. Die Hiobsbotschaft bei solch einem Wetter, die man sich vorstellen kann lautete, die Heizung ist ausgefallen. Bei eisiger Kälte sollte also diese Partie stattfinden.

Genug der einleitenden Worte. Nachdem das Wort Warmspielen eine völlig neue Bedeutung erlangte, wurden die Mannschaften gestellt. Im ersten 14/1 traf Andreas Bachtler auf Wolfgang Birner, im 8-Ball traf Rouven Schowalter auf Patrick Weishaar, das 9-Ball bestritt Andreas Daniel gegen Oezer Bulunmaz und im 10-Ball spielte Thomas Andries gegen Felix Kärcher.
Im 14/1 begann der gastgebende Akteur direkt mit einer 29er Serie. Wolfgang ist an diesem Tag zwar keine Hohe Serie geglückt, aber 4 weitere Aufnahmen mit jeweils über 20 Bällen und ein paar sehr untypische Fehler des Lambrechter Youngsters ließen eine sehr schnelle und auch verdiente 1 zu 0 Führung des Tabellenführers zu. Nach 12 Aufnahmen gewann Wolfgang dieses Spiel mit 125 zu 15.
Genauso deutlich wie das 14/1 aus Sicht des Lambrechter Quartetts abgegeben wurde, bezwang Rouven seinen Gegner Patrick Weishaar klar mit 7 zu 3. Dem Lambrechter Linkshänder gelang hier ein sehr guter Satz mit nur einem Schussfehler.
Die 9-Ball Partie von Andreas Daniel gegen Oezer Bulunmaz fand ebenfalls auf einem sehr hohem Niveau statt. Die zwei kleinen Fehler die Oezer unterliefen reichten AndyD schon aus, um den Satz mit 9 zu 3 für sich zu entscheiden.
Die letzte Partie der Vorrunde spielte sich einmal mehr beim Kapitän der Lambrechter ab. In seinem 10-Ball gegen Felix Kärcher gelang es Thomas trotz eisiger Kälte mit 6 zu 4 in Führung zu gehen. Ein weiteres Mal verhalf das Break des Lambrechters dem Gegner zum Ausgleich. Auch hier fand abermals keine Kugel den Weg in eines der 6 Löcher und Felix gelang das Kunststück, diese Partie auszuschießen um dann bei eigenem Break eine An-/Aus-Partie zum 8 zu 6 Erfolg mit ein paar unglaublichen Bällen zu beenden.
Somit stand es wieder einmal zur Halbzeit 2 zu 2. Um der Überschrift gerecht zu werden, bei einer 3 zu 1 Führung der Lambrechter hätte sich die Heimmannschaft auch nicht unbedingt beschweren können.
Die Rückrunde wurde gestellt und lediglich tauschten sich die Disziplinen, aber die Gegner blieben die gleichen. Waren in der Vorrunde noch drei Spiele deutlich, so durfte man in der Rückrunde 4 Tische beobachten wo es knapper eigentlich schon gar nicht mehr hat hergehen können.
Rouven spielte das 14/1 gegen Patrick Weishaar. Schon das 14/1 aus der Vorrunde ließ vermuten, dass bei diesen Temperaturen kein vernünftiges Breakbuilding möglich ist und dadurch keine hohen Serien zu erwarten waren. Genau so kam es dann auch. Mehrere kleine Serien und oftmals ein absichtlicher Ausstieg aus diesen vermochten dem sympathischen Linkshänder in dieser Partie die Oberhand zu behalten. Dieses Aufeinandertreffen war zwar nicht mehr ganz so souverän, aber dennoch ein verdienter Punkt für Lambrecht. Mit 125 zu 96 gingen die Pfälzer wieder einmal mit 3 zu 2 in Führung.
Ein Spiel fehlte noch um auswärts einen Punkt zu ergattern, zwei Spiele um sogar beim Tabellenführer zu gewinnen. Wobei man wieder bei der Überschrift landet, denn es war wirklich alles drin.
Thomas Andries traf im 8-Ball wieder auf Felix Kärcher. El Capitano war zwar immer leicht im hintertreffen, es reichte dennoch um das Spiel bis zum Schluss offen zu gestalten. Felix machte es quasi wie im Satz zuvor. Bei einer 6 zu 5 Führung gegen Adi beendete er die Partie bei eigenem Break mit einem An/Aus.
Ebenso das 9-Ball zwischen Andreas Bachtler und Wolfgang Birner glich einem Krimi. Die Tische waren getappt und, eigentlich ist das nicht meine Art, aber in diesem Fall möchte ich es erwähnen. Nachdem der Lambrechter Youngster nach dem vierten Aufbau des Gegners ihn darauf hinwies, dass der Aufbau im 9-Ball außer der 1 und der 9 zufällig erfolgen muss, glaubten wir unseren Augen und Ohren kaum. Der Gegenspieler weigerte sich, den Regeln Folge zu leisten und platzierte die Kugeln während des kompletten Satzes. Doch AndiB machte dann halt das, was er kann und spielte Pool. Den ganzen Satz über konnte sich keiner der Akteure absetzen und so kam es zum alles entscheidendem Spiel beim Stand von 8 zu 8.
Leider hatte aber der Gegner das Break. Wie es dann schon meistens ist, kam es auch diesmal. Wolfgang breakte, es fielen 4 Kugeln und der Einstieg war perfekt. Mit diesem 9 zu 8 Erfolg gingen die Pforzheimer zum ersten Mal an diesem Tag in Führung.
Sofern der Gegner das hier lesen sollte noch mein persönliches Statement zu diesem Vorfall. Nötig hast Du das aufgrund deiner Spielstärke nicht. Fair allerdings ist anders.
Das abschließende 10-Ball bestritt AndyD gegen Oezer Bulunmaz. Auch in dieser Partie konnte der Lambrechter die Dominanz aus der Vorrunde nicht halten. Zudem entschied sich AndyD das ein oder andere Mal für die offensive Variante die dann auch missglückte. Oezer nutzte die Chancen konsequent und ging 7 zu 4 in Führung. Aber der Lambrechter gab sich nicht auf und nutzte die Chancen die er noch bekam und glich aus. Beim Stand von 7 beide hatte es AndyD auf der Hand. Aber nach einem Stellungsfehler folgte der Schussfehler und da ließ es sich Oezer nicht mehr nehmen und lochte die letzten Bälle zum 8 zu 7 Erfolg.
3 zu 5 aus Lambrechter Sicht beim Tabellenführer, aber alles war drin…
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