| 30. April 2009
BIG Lambrecht 1 gewinnt 7:1 beim PBC Red Lion Ludwigshafen 1
> Ludwigshafen (afb). Nach zuletzt zwei Auswärtspleiten in Folge feierte das Regionalligateam aus Lambrecht einen wichtigen Kantersieg auf fremdem Terrain und rangiert in der Tabelle aufgrund des um zwei Punkte besseren Differenzverhältnisses nun wieder alleine an der Spitze, wobei Mitstreiter und Herausforderer Bad Kreuznach noch immer ein Spiel in der Hinterhand hat! Die Spannung könnte größer kaum sein...
Durch die Abwesenheit von Rene, der seinen Urlaub auf Mallorca genoss, reiste der Titelverteidiger diesmal als Quartett zum vorletzten Auswärtsspiel der Saison und es war von vorneherein zu spüren, dass die Jungs begriffen hatten worum es geht. Dementsprechend konzentriert und professionell präsentierte sich die Mannschaft aus Lambrecht, wohlwissend dass jeder Ball, jeder Fehler, jedes Spiel und jeder verlorene Punkt mit dem Aus im Meisterkampf gleichzusetzen wäre!
Erst recht also kein Grund etwas an der Aufstellung zu ändern und so begann der Meister wie üblich mit Andy D. im 14.1e, Adi im 8-Ball, sowie Rouven und Andy B. im 9-Ball. Rouven knüpfte dabei an seine konstant gewordene Form der letzten Wochen an obwohl er sich in seiner 9-Ball Partie gleich einem 0:2 Rückstand gegenüber sah. Doch dieser wandelte sich aufgrund seines guten Breaks und auch einem 9er Break schnell in eine 5:2 Führung! Von da an konnte er sich und seinen Vorsprung bis zum Schluss behaupten und siegte am Ende verdient mit 9:6. „Es war scheiße!“ titelte Andy D. nach seinem 14.1e. Doch wer nun glaubt er musste seine zweite Saisonniederlage einstecken liegt falsch, denn trotz seines schlechten Spiels mit unnötigen und für ihn ungewohnten Schussfehlern reichte es ihm zu einem 125:93 Sieg! Der Lambrechter fand einfach kein Gefühl zum Tempo der Tische und profitierte davon, dass sein Gegner immer einen Ball mehr verschoss als er, wodurch er stets eine kleine Führung inne hatte und diese auch bis zum Sieg halten konnte. Andy B. durchlebte in seinem 9-Ball ein Wechselbad der Gefühle, denn während er sich zu Beginn hochkonzentriert und absolut fehlerfrei eine 4:0 Führung erspielte, ließ er eine schwierige aber dennoch machbare Neun zum möglichen 5:0 in der Tasche liegen, woraufhin sein Kontrahent wieder herankam. Obwohl der junge Lambrechter sein Führungspolster weiter halten konnte streute er nun den einen oder anderen Fehler ein, bis es schließlich zum 7:7 Ausgleich kam! Wiederum konnte Andy B. in Führung gehen und ließ anschließend eine Kombination zum Satzgewinn aus, wonach er den erneuten Ausgleich zum 8:8 hinnehmen musste. Doch im entscheidenden Spiel behielt er die Ruhe und die Nerven um zum 9:8 Sieg einzulochen und sein Team mit 3:0 in Front zu bringen! Im 8-Ball hatte Kapitän Adi in vielen Situationen sehr viel Glück auf seiner Seite. Dieses verhalf ihm trotz einer katastrophalen Leistung im Spiel zu bleiben, sodass sich sein Gegenüber nicht mehr als ein Spiel absetzen konnte bis es schließlich 6:6 stand! Und auf einmal bot sich die Riesenchance für den Lambrechter diesen Satz ungerechterweise doch noch zu gewinnen als sein Gegner den Matchball auf die Mitteltasche verschoss. Doch symptomatisch für sein Agieren in dieser Partie verfehlte auch Adi gleich seinen ersten Ball auf die Mitteltasche und musste sich mit 6:7 geschlagen geben, was schließlich den 3:1 Pausenstand herstellte.
Auch die Rückrunde brachte keine Umstellungen im Team der BIG und so spielte Andy B. das 14.1e, Rouven 8-Ball, sowie Adi und Andy D. 9-Ball. Gestärkt durch zwei Hanutas in der Pause legte Adi nun eine extreme Leistungssteigerung auf den Tisch und verwies seinen zuvor noch siegreichen Kontrahenten im 9-Ball mit 9:1 in die Schranken! Das war eine tolle und vorbildliche Reaktion des Kapitäns, dem der getappte Tisch bei seinem Break sehr entgegen kam. Die Gegenwehr war dabei relativ schnell gebrochen und so kam es zum sensationellen Ereignis, dass Adi als Erster mit seinem Spiel fertig war. Vielleicht hätte sich Andy D. auch mit Hanuta anstatt mit einem Snickers stärken sollen, denn so war er in seinem 9-Ball Satz nicht nur langsamer als Adi, sondern auch fehlerbehafteter! Auch wenn er sich im Vergleich zu seinem 14.1e zuvor steigern konnte und seinen Gegner auch dieses Mal auf Abstand hielt war es ihm mit zwei guten und sieben schlechten Breaks nicht möglich sein Spiel so besonders und konsequent wie sonst aufzuziehen. Doch am Ende reichte es trotzdem zu einem ungefährdeten 9:6 Erfolg, womit der Sieg für den Titelanwärter bereits in trockenen Tüchern war! Das 8-Ball von Rouven war anfangs bis zum 2:2 noch okay, bevor bei beiden Akteuren die Qualität merklich nachließ. Aber da sein Gegner immer einen Fehler mehr machte, sprang ein insgesamt als Pflichtsieg zu betrachtendes 7:3 heraus. Zu guter letzt war also nur noch Andy B. im 14.1e in Aktion und das von Beginn an auch sehr erfolgreich und effektiv, denn synonym zu seinem 9-Ball Satz zuvor startete er äußerst konzentriert und druckvoll in die Partie womit er sich schnell einen komfortablen 50 Punkte Vorsprung erspielten konnte! Nichtsdestotrotz sollte sich auch hier der Schlendrian bei ihm einschleichen und da sein Gegner zudem bis zum Schluss kämpfte wurde es gegen Ende beim 125:103 Sieg für den Lambrechter noch einmal ziemlich eng. Dem 7:1 Triumph sowie der Erleichterung und der Freude im Team der BIG tat das jedoch keinen Abbruch mehr! Dafür verzichtet man auch gerne mal auf London... :-)
Während sich Trier durch die dritte Saisonniederlage aus dem Meisterkampf verabschiedet hat, kommt es nun am kommenden Sonntag zum absoluten Endspiel um den wichtigsten Mannschafts-Titel in Rheinland-Pfalz mit dem punktgleichen Team aus Bad Kreuznach! Um 14 Uhr fällt im heimischen Billardcafé „Zum Alten Theater“ der Startschuss für einen an Spannung nicht zu übertreffenden Showdown der beiden besten Mannschaften der Regionalliga mit den besten Einzelspielern in ihren Reihen! Die fünf Jungs aus Lambrecht hoffen dabei natürlich auf eine große Unterstützung um die beeindruckende Heimserie von 12 Siegen in Folge weiter auszubauen und seinem Namen als Topteam gerecht zu werden. Nicht nur aufgrund des Heimvorteils blicken die Lambrechter zuversichtlich auf diese Partie, denn es hatte in den letzten Wochen mitunter sehr den Anschein, als würde sich der Meister noch einige Körner für diese Schlacht aufsparen...