BIG Lambrecht 1 siegt 5:3 beim Abstiegskandidaten aus Kaiserslautern
> Kaiserslautern (afb). Der sechste Sieg in Serie brachte die Regionalligamannschaft aus Lambrecht ihrem großen Traum ein Stück näher, denn durch die Unentschieden der Konkurrenz wurde die seit dem 13. Januar währende Tabellenführung nicht nur bestätigt, sondern sogar auf 4 Punkte ausgeweitet! Damit fehlen dem Team aus den verbleibenden vier Saisonspielen drei Siege um auch am Ende ganz oben zu stehen!

Vier der fünf Labrechter fanden sich um 12 Uhr im legendären Treffpunkt „Stadtcafé“ ein, während Kapitän Adi aus familiären Gründen direkt nach Kaiserslautern anreiste. Somit war es dem Team durch die frühe Anreise möglich sich genügend auf den Tischen einzuspielen, was sich auch als wichtig herausstellte, denn einige waren in einem wirklich katastrophalen Zustand und zumindest am Rande der Legalität, auf jeden Fall eine Frechheit! Hinzu kam noch, dass zum einen die 2. Mannschaft des Gastgebers ebenfalls Heimrecht hatte und wir uns die sechs vorhandenen „Billardtische“ teilen mussten und zum anderen im Laufe des Tages der eine oder andere Streit mit dem Gegner entfachte.

In der Hinrunde begann Andy D. gewohnt im 14.1e, Adi im 8-Ball und Rouven und Andy B. im 9-Ball. Andy D. bekam es dabei mit der einzigsten Spielerin der Regionalliga zu tun, hatte aber mehr mit dem Tisch als mit ihr zu kämpfen. Wie schon erwähnt war dieses Material nicht zu entschuldigen und glich mehr einem handgeknüpften Perserteppich mit 14.000 Knoten als einem Billardtuch. Trotz allem schaffte es der Lambrechter eine unterirdische Leistung erfolgreich abzurufen, schnell mit 30 Bälle in Führung zu gehen und diese Führung dann quälend bis zum ersehnten Schluss, dem 125:90 Sieg, behalten konnte! Zuvor war es aber Rouven, der die Seinen mit 1:0 in Front brachte. Er lieferte sich mit seinem Gegner eine ausgeglichene und gute Partie, bis diesem zwei Fehler gegen Ende des Satzes das Genick brachen und der Lambrechter diese trotz seines schwachen Breaks souverän zum 9:6 Endstand nutzen konnte! Kapitän Adi zeigte eine sehr starke Vorstellung und ging schnell mit fehlerlosem Spiel 5:0 in Führung, ehe ihm der eine oder andere Fehler unterlief, was wohl auch auf seine Erkältung und den damit verbundenen Substanzverlust zurückzuführen war. Den Sieg ließ er sich trotzdem nicht mehr nehmen und gewann am Ende mit 7:5. Es stand also bereits 3:0 als Andy B. dann auch endlich ins Geschehen eingreifen konnte, da sein seltsamer Gegner unbedingt auf „seinem“ Tisch spielen wollte, was nicht nur den Zeitrahmen sprengte, sondern auch die ohnehin schon angespannten Gemüter weiter erhitzte. Nach einer anfänglichen 3:0 Führung des jungen Lambrechters verlor er völlig den Faden und fand sich auf einmal mit einem 4:8 mit dem Rücken zur Wand. Er zeigte jedoch schon einmal in dieser Saison, dass er solche Spiele immer noch drehen kann und so schien es auch diesmal als er sich bis zum 8:8 herankämpfte. Es war ein alles andere als gutes Spiel und lebte von der Spannung. Doch ein erfolgloses letztes Break ermöglichte seinem Gegner eine große Chance, die er sich nicht nehmen ließ und den Satz mit 8:9 beendete! Eine 3:1 Halbzeitführung war in diesem aufgeheizten Duell aber sicherlich keine schlechte Zwischenbilanz.

Die Rückrunde konnte dann zum Glück auf vier Tischen in Angriff genommen werden und so spielte Andy B. das 14.1e, Rouven 8-Ball und Christophe und Andy D. 9-Ball. Andy D. traf dabei erneut auf seine Gegnerin aus der Hinrunde und das auch wieder auf einem dieser wettbewerbsverzerrenden Tische, mit dem sie dann allerdings auch Probleme hatte. Wie der Orkan „Emma“ fegte er jedoch durch diesen Satz und ließ mit seinem guten Break und nur ganz wenigen Fehlern, ebenfalls wie in der Vorrunde, seiner Gegnerin beim 9:2 Sieg nicht den Hauch einer Chance! Die schnelle 4:1 Führung für die BIG war die Folge und es musste nur noch ein Spiel gewonnen werden. Christophe konnte diesen ersehnten Punkt leider nicht holen, denn er unterlag auch auf einem dieser besagten Tische knapp mit 8:9. Das schlechte Spiel beider Akteure war dabei ganz klar auf das Material zurückzuführen und hatte weniger mit Billardsport als mit Kraftsport zu tun! Auch bei Rouven im 8-Ball sah es alles andere als gut aus und so waren die Augen auf das 14.1e von Andy B. gerichtet, der seine Niederlage aus dem Hinspiel in Lambrecht gegen denselben Gegner wieder wettmachen wollte. Von Beginn an diktierte er das Geschehen und steigerte sich enorm zu seinem Auftritt aus der Vorrunde. Der Jüngste im Team behielt die Nerven und ließ seinem Kontrahenten zu keinem Zeitpunkt eine Chance, sodass er einen souveränen 125:65 Sieg einfahren konnte! Der Jubel war groß nach dem siegbringenden Spiel und so tat es auch nichts mehr zur Sache, dass Rouven seine Partie mit vielen Schussfehlern und ganz schlechtem Spiel am Ende mit 4:7 abgeben musste! Der 5:3 Sieg war in trockenen Tüchern und die Tabellenspitze somit bestätigt, denn es sollte sich erst am nächsten Tag herausstellen, dass die Konkurrenten gepatzt haben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieser Spieltag mit Spaß oder der Wiederspiegelung der Leistungsfähigkeit nichts zu tun hatte! Umso ärgerlicher wäre es gewesen, wenn der Branchenprimus aus Lambrecht gerade in so einem Spiel wertvolle Punkte hätte liegen lassen, was zum Glück nicht passierte. Die widrigen Umstände bei Auswärtsspielen scheinen dem Team wie ein roter Faden durch die Saison zu folgen, doch es meisterte sie bisher alle mit Bravour, was ein weiteres Indiz für die Stärke und die mannschaftliche Geschlossenheit ist!

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